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Europa-Union Deutschland wählt neue Führungsriege

Bei ihrem 63. Bundeskongress in Lutherstadt Wittenberg wählte die überparteiliche Europa-Union Deutschland (EUD) Rainer Wieland heute erneut zu ihrem Präsidenten. „Die Europawahl ist eine wichtige Marke auf dem Weg des europäischen Projekts. Die Wahlbeteiligung ist wichtig: Europa ohne Europäer ist genauso schwierig wie Demokratie ohne Demokraten. Aber es geht nicht nur um Wahlbeteiligung, sondern es geht um eine Bürgervertretung mit verlässlichen proeuropäischen Kräften“, so der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, der seit 2011 dem 17.000 Mitglieder starken proeuropäischen Verein vorsteht.

EUD-Präsident Rainer Wieland. Foto: Gerolf Mosemann

Auch seine bisherigen Stellvertreter, der Europaabgeordnete Thomas Mann und Heinz-Wilhelm Schaumann, früherer Vizepräsident des europäischen Dachverbandes Union Europäischer Föderalisten, wurden wiedergewählt. Neue Vizepräsidentin ist die DGB-Gewerkschafterin und Europawahlkandidatin Gabriele Bischoff. Sie übernimmt das Amt von der Bundestagsabgeordneten Eva Högl, die nach 10 Jahren nicht erneut kandidierte.

Ebenfalls im Amt bestätigt wurden Generalsekretär Christian Moos, Geschäftsbereichsleiter Europa und Internationales beim Deutschen Beamtenbund, und Schatzmeister Joachim Wuermeling, Mitglied im Vorstand der Deutschen Bundesbank.

Neu im Kreis der weiteren Präsidiumsmitglieder sind Linda Bottin (Sachsen), Manuel Gath (Hessen), Birgit Wille (Schleswig-Holstein) und Florian Ziegenbalg (Baden-Württemberg). In ihrem Amt bestätigt wurden die Präsidiumsmitglieder Harm Adam (Niedersachsen), Lars Becker (Hamburg), Walter Brinkmann (Bayern), Claudia Conen (Thüringen), Bernhard Freisler (Baden-Württemberg), Evelyne Gebhardt MdEP (Baden-Württemberg), Norbert Herhammer (Rheinland-Pfalz), Sylvia-Yvonne Kaufmann MdEP (Berlin), Enrico Kreft (Schleswig-Holstein), Inga Wachsmann (Saarland), Peter W. Wahl (Nordrhein-Westfalen) und Matthias Zürl (Bayern).

Bei ihrem 63. Bundeskongress am 30. und 31. März in Lutherstadt Wittenberg forderte die größte demokratisch organisierte Bürgerinitiative für Europa in Deutschland einen neuen europäischen Konsens bei den großen Zukunftsthemen und eine weitere Vertiefung der europäischen Integration. Die Delegierten sprach sich mit Nachdruck gegen einen ungeregelten Brexit aus und verabschiedete einen Wahlaufruf zur Europawahl.


Leitbeschluss: Europa machen: Jetzt und stärker
Beschluss: Keine weitere Hängepartie beim Brexit
Wahlaufruf zur Europawahl: Wir wählen Europa!